Zwingerhusten

ClaudiaS
Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., daß mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen:
Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus.
Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner begünstigt die Haltung von mehreren Hunden auf engem Raum den Zwingerhusten. Die geschwächten oder gestreßten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluß und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zu Lungenentzündungen. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.
ClaudiaS
Parainfluenza-2-Infektion des Hundes
Zwingerhusten-Komplex

Sehr ähnlich der PI 3 Infektion. Impfung möglich.
Rubulavirus, wird auch SV5 genannt (Sendai Virus 5).
Verursacht allein nur milde Symptome, i.e. ist klinisch inapparent, bei Sekundärinfektion auch schwere Symptome.

Epidemiologie:
Aerogene Infektion, Erreger wird für ca. 1 Woche im Nasensekret ausgeschieden. Durchseuchen des Stalles, wenn neue Tiere eingestellt werden.
Infektionsspektrum: Affen, Menschen, Hunde (Übertragung Hund => Mensch noch nicht beobachtet).

Klinik:
Hohes Fieber, Nasenausfluss, Husten, Dyspnoe und Salivation.
Dauer 3 - 14 Tage

Patho:
Interstitielle Pneumonie

Diagnose:
nicht vom klinischen Bild her möglich
Erregernachweis
Vermehrung mit CPE in Zellkultur
Immunität
Nach 1 Woche N-, HAH-, KB-Antikörper
IgA im Nasensekret
Immunität schützt nicht vor Infektion, aber vor Erkrankung für ca. 9 Monate.

Bekämpfung:
Impfung, meist inaktivierte Kombinationsimpfungen mit anderen Virusantigenen. Therapie der bakteriellen Superinfektion.