Tollwut

ClaudiaS
Tollwut

Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen - lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biß infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tode.
Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biß durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.
Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier vermutet werden kann. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft.
ClaudiaS
Lyssa-Virus
Tollwut, Rabies

Lyssavirus genus - Es gibt 6 Viren in diesem Genus, inklusive Tollwut.
Der Tollwutvirus wurde 1880 von Louis Pasteur erstmals "isoliert", nachdem es in Kaninchenhirnen passagiert war.
Eine Impfsubstanz wurde aus infiziertem Rückenmark gewonnen, das zermörsert, getrocknet und für 2 Wochen dem Sonnenlicht ausgesetzt war. Diese Substanz war immunogen aber nicht infektiös.
Tollwut kommt auf allen Kontinenten außer Australien und der Antarktis vor. Einige Inseln, wie England, Japan und Neuseeland, sind auch frei. Dies aber auch nur aufgrund von Quarantänemaßnahmen.
Tollwut ist eine Erkrankung wilder wie auch domestizierter Tiere. Übertragen wird sie meist von Fleischfressern auf den Menschen, Hund, Katze. Der Mensch ist ein zufälliger Endwirt für Tollwut.
Da Tollwut ein weites Wirtsspektrum aufweist, hält sich das Virus gut in einer Population. Fledermäuse sind dabei ein sehr wichtiger Wirt, da sie das Virus in den Speicheldrüsen speichern, ohne zu erkranken.

Pathogenese:
Encephalitis mit neuraler Degeneration in Hirn und Rückenmark. Demyelination und intracytoplasmatische Einschlußkörperchen (Negri bodies). Sonst keine großartigen Veränderungen.

Klinik beim Tier:
1. Prodromalstadium: Verhaltensänderung, Hydrophobie, Paraesthesie; Dauer 3 Tage
2. Excitationsstadium: Unruhe, Erregung, Aggressivität, Speichelfluß; Dauer: variabel, ein paar Tage (stille/rasende Wut)
3. Paralysestadium: Lähmung von Gesicht, Hals, Rumpf und schließlich der Gliedmaßenmuskulatur; Exitus nach 3 - 4 Tagen
Urbane Form: <20% tritt bei Hund (90%) und Katze (10%) auf. Endglied Mensch/Rind
Silvatische Form: > 60% wildlebende Carnivoren, Fuchs, Marder

Epidemiologie:
Tierkadaver können bis zu 90 Tage infektiös sein.

Bekämpfung:
Anzeigepflichtig, therapeutische Maßnahmen verboten!!!

Totimpfstoff für Haustiere, Lebend attenuiert für Füchse (Köder).