Parvovirose

ClaudiaS
Parvovirose

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm- Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tode führt.
ClaudiaS
Caniner Parvovirus

Parvovirusinfektion primär der Welpen, die mit Erbrechen, Diarrhoe und Dehydration einhergeht und häufig zum Tod führt.

Epidemiologie:
Ausscheidung für 1 - 3 Wochen in Kot, Erbrochenem und Speichel.
Direkte Übertragung durch Belecken usw. in Zwingern.
Indirekte Übertragung in Zwingern durch Personal, Schuhe, Kleidung.

Eintrittspforte: Digestions- und Respirationstrakt;
Tenazität: hoch;
Kontagiosität: hoch;
Morbidität: sehr hoch.

Hunde aller Altersklassen erkranken. Junghunde jedoch mit schweren Symptomen.

Pathologie:
Erste Vermehrung im pharyngealen Lymphgewebe.
Virämie 2 - 5 Tage;
Infektion der Lymphgewebe und des Dünndarmepithels;
Tropismus für Myocard bei Junghunden.

Klinik:
Inkubationszeit 4 - 10 Tage

Symptome:
• Anorexie, Apathie, hohes Fieber
• Diarrhoe beginnt ca. 6 - 24 Stunden nach dem Erbrechen
• Dehydratation
• Leucopenie: > 4000/mm³
Welpen können auch ohne große Symptomatik sterben, wobei häufig kardiale Probleme (Myocarditis, Arrhythmie) auftreten.
Dobermann und Rottweiler in Nord-Amerika haben ein erhöhtes Risiko, an Parvo zu erkranken (genetische Prädisposition?).

Diagnose:
Ag im Kot mit ELISA
Isolierung, IF
Immunologie
Neutralisierende und hämagglutinations-hemmende Ab's 4 - 7 Tage p.i.;
Maternale Ab's schützen bis 4 Monate nach der Geburt.

Therapie und Prophylaxe:
Symptomatische Therapie;

Impfung mit inaktivierten Erregern empfohlen, 2 x 4 Wochen Abstand, dann 1 Jahr Impfschutz.

Achtung: Durch maternale Ab's kann die Impfung nicht "angehen" und gleichzeitig den maternalen Schutz reduzieren. Besitzer fragen, wann die Hündin das letzte Mal geimpft wurde.