Jani
Ich wurde gebeten, bei einer Vermittlung zu helfen. Es geht um eine jüngere Schäferhündin (ca.3, reinrassig), die eine andere Hündin vor ihrem Garten auf der Strasse getötet hat (wohl totgeschüttelt). Und dies ist der zweite Vorfall. Beim ersten wurde der Hund "nur" schwer verletzt. Die Hündin ist generell überhaupt NICHT mit anderen Hunden verträglich (war also jetzt nicht "nur" auf Territorial-Aggression zurückzuführen), kann auch auf keinen Fall zu Katzen und auch nicht zu Kindern. Männern gegenüber ist sie etwas misstrauisch...
Sie "vergisst" auch nicht einfach, dass da eben ein Hund war und lässt es gut sein, wenn der vorüber ist. Würde man sie von der Leine lassen, würde sie wohl auch nach mehreren Minuten noch umdrehen und dem Hund nach. Die Besitzerin ist bereits seit längerem bei einer wirklich kompetenten Hundetrainerin, die aber auch sagt, dass kaum was machbar ist.
Die Hündin bräuchte einen Platz, wo sie Einzeltier ist, keine Kinder leben und die neuen Besitzer ÄUSSERST verantwortungsbewusst sind. Vermutlich müsste sie beim Gassigehen immer einen Maulkorb tragen und an der Leine bleiben.... Und so einen Platz zu finden....

. Ich such schon länger sowas für eine Kangal-Mix-Hündin, der die Einschläferung droht und die käme sogar mit den meisten Hunden klar!
Dann seh ich in Frankreich immer wieder völlig unkomplizierte, nette Hunde, die keine Chance bekommen.
Keine Frage, in einer "idealen Welt" würd ich der Hündin den idealen Platz finden und gut wärs... aber wie soll das in unserer Welt gehen? Sie hat noch zwei Wochen Zeit auf der Pflegestelle. Entweder geht sie dann zurück zu ihrer Besitzerin, die sie aber nicht im Griff hat und wo sowas jederzeit wieder passieren könnte, oder ....
Würdet ihr in einem solchen Fall über eine Einschläferung nachdenken?
haselmaus
Ich würde mit der alten Besitzerin reden, dort hat der Hund doch einen Platz! Sie war auch schon bei einer Trainerin, also kann ihr der Hund und das Verhalten ja auch nicht egal sein.
Der Hund gehört richtig gesichert, der stirbt nicht vom Gassi mit Maulkorb und Leine. Man muss der Frau einfach begreiflich machen das der Hund eine Gefahr darstellt!
Das hört sich sehr einfach an, aber wenn man mal so einen Hund hatte, weiß man das das nicht einfach zu realisieren ist. Es ist doch der geliebte Hund, der tut einem leid wenn er beim Gassi geknebelt ist und nen Mauli tragen muss. Und bei einem selber ist der immer ganz lieb und hatte eben mal nen schlechten Tag, als er den Hund angriff.
Oft klappt es wie von selbst wieder, wenn der Besitzer realisiert hat, das der eigene Hund eine Gefahr für die Umwelt darstellt!! Aber das ist oft schwer für den Menschen.
Das ist lediglich meine Erfahrung....
Jani
Das würde ich auch so sehen. Aber ich kenn die Besitzerin und ich kenn die Trainerin. Die Besitzerin ist wirklich nicht in der Lage, den Hund so zu halten, dass er für andere keine Gefahr darstellt. Das ist das Problem. Sie würde den Hund nie so umsichtig "managen" können. Der getötete Hund gehörte den Nachbarn. Die werden alle Geschütze auffahren, um etwas gegen die Schäferhündin zu unternehmen. Das kommt noch dazu.
Auch die Trainerin schätzt die Lage so ein, dass die Besitzerin mit dem Hund nicht klar kommt. Egal wie oft sie den beiden zur Seite steht, wie viele Kurse besucht werden usw.
Und die letzten Jahre wurde ja auch nichts anderes gemacht, als versucht, den Hund sicher zu "verwahren". Da sie ja schon einmal einen Hund sehr schwer verletzt hatte, waren eigentlich alle vorgewarnt...
haselmaus
Sie schafft es nicht dem Hund einen Maulkorb drauf zu tun? Ich mein einen richtigen Mauli, net das beige farbige beliebte Plastikteil oder son Schrott aus Leder. Sie schafft es auch nicht den Hund ansonsten im Haus zu lassen? ich glaube wirklich das sie es immer noch nicht realisiert hat wie gefährlich der eigene Hund ist, das kann man hundert mal sagen und beteuern, aber oft glaubt mans innen drin ganz tief einfach nicht.
Es ist anstrengend mit so einem Hund, dass weiß ich selber. Aber so schwer kann das Verwahren des Hundes doch net sein.
Ganz ehrlich, so einen Hund nimmt sonst keiner.... Aber einschläfern? ich hab selber einen komplett unverträglichen Hund, ich weiß auch solche Hund können nen gutes und ausgefülltes Leben führen, trotz Sicherung.
Vielleicht sollte man nochmal nen zweiten Trainer zu rate ziehen, der sich gezielt auskennt. Ich denk da echt an Baumann.
Ich kann mir nicht vorstellen das man nen DSH nicht richtig zu sichern vermag, zur Not muss eben nen guter Zwinger daher.
Ne andere möglichkeit seh ich wirklich nicht, außer nen Leben im Th im Zwinger oder der Tod. Aber einen Hund töten, nur weil er andere Hunde net ausstehen kann, ist mir einfach unverständlich.
Krümelchen
Man sollte bei der Sache die Nachbarn nicht vergessen. Die verständlicher weise diese Schäferhündin nicht mehr in der Nähe haben wollen.
Und Vermitteln, das wrd wohl sehr schwer...
Echt ne sau blöde Situation. Ich bin auch nicht dafür so einen Hund einzuschläfern aber man muß es ralistisch sehen. Und da hat so eine Hündin kaum eine Chance auf Vermittlung. Die Besizerin wird es nicht lernen, sie hat es nach dem ersten Vorfall net kappiert und wird es auch jetzt nicht kapieren, das ihr Hund gefährlich ist...
Ich drück der Hündin trotzdem die Daumen, das sich eine Lösung, ein Plätzchen für sie findet!
Grüße Pepe mit dem Krümelchen
Jani
| Zitat: |
Original von haselmaus
Sie schafft es nicht dem Hund einen Maulkorb drauf zu tun? Ich mein einen richtigen Mauli, net das beige farbige beliebte Plastikteil oder son Schrott aus Leder. Sie schafft es auch nicht den Hund ansonsten im Haus zu lassen? ich glaube wirklich das sie es immer noch nicht realisiert hat wie gefährlich der eigene Hund ist, das kann man hundert mal sagen und beteuern, aber oft glaubt mans innen drin ganz tief einfach nicht.
Es ist anstrengend mit so einem Hund, dass weiß ich selber. Aber so schwer kann das Verwahren des Hundes doch net sein.
Ganz ehrlich, so einen Hund nimmt sonst keiner.... Aber einschläfern? ich hab selber einen komplett unverträglichen Hund, ich weiß auch solche Hund können nen gutes und ausgefülltes Leben führen, trotz Sicherung.
Vielleicht sollte man nochmal nen zweiten Trainer zu rate ziehen, der sich gezielt auskennt. Ich denk da echt an Baumann.
Ich kann mir nicht vorstellen das man nen DSH nicht richtig zu sichern vermag, zur Not muss eben nen guter Zwinger daher.
Ne andere möglichkeit seh ich wirklich nicht, außer nen Leben im Th im Zwinger oder der Tod. Aber einen Hund töten, nur weil er andere Hunde net ausstehen kann, ist mir einfach unverständlich. |
Ne, ganz ehrlich, DIESE Besitzerin schafft es WIRKLICH nicht!
Diesmal lief es so ab: Die Schäferhündin ist IM Haus. Die Nachbarin geht am Garten vorbei mit ihren Hunden. Die Besitzerin kommt schnell auf ein Schwätzchen raus, die stehen auf der Strasse. Der Ehemann der Besitzerin öffnet die Haustür, die Schäferhündin schiesst raus, stürzt sich auf die Hündin und schüttelt sie tot. Blitzschnell. Es ist ja nicht nur das Gassigehen, das gemanagt werden muss, die Hündin müsste rund um die Uhr sicher "weggesperrt" sein. Sie müsste jemandem gehören, der sich der Gefahr bewusst ist und der nicht einfach schnell unkonzentriert irgendwas tut, das zu so einem Ende führt! Und wo finde ich so jemanden?
Ich red hier auch nicht von einem Hund, der einfach "andere Hunde nicht mag"... Das ist was anderes. Das ist viel, viel mehr!
Versteht mich nicht falsch! Ich bin nicht umsonst im Tierschutz und renn alle paar Wochen in Tierheimen rum, in denen den Hunden die Spritze droht! Ich finde es absolut pervers, wenn Tiere eingeschläfert werden, nur weil der Mensch sie "verkorkst" hat (oder auch nicht, sind auch sehr viele ganz unkomplizierte drunter!) und sie nun nicht mehr problemlos in die Gesellschaft passen. Ich mach mir nur Sorgen um alle Hunde, die dieser Hündin begegnen werden und ich weiss nicht, wo ich ihr das richtige Zuhause finden könnte.
haselmaus
Ich hab nen Hund daheim, der auch versucht andere Hunde, vorallem Kleinere totzuschütteln, wenn er sie zwischen die Zähne bekommt. Ich versteh das schon!
Ich kann mir die völlige Aussichtslosigkeit nicht vorstellen, dass das alles trotz Trainer nicht klappen will. Aber das ist meine persönliche Meinung, jeder ist anders.
Mich wundert es auch ehrlich etwas das niemand das Ordnungsamt eingeschaltet hat, was sagen die denn dazu? Wenn die die Einschläferung anordnen, ists wohl besser für dich oder? Dann sagt eben die Behörde was zu tun ist und nimmt die Entscheidung ab.
Jani
Ich hab zum Glück nichts zu entscheiden, ich wurde ja nur gebeten, mit einen Platz zu suchen. Der Unfall ist in der Schweiz passiert. Die Hündin musste wohl schon nach dem ersten Vorfall "vorgestellt" werden. Ob sich da jetzt jemand einschalten wird, der Entscheidungen treffen kann, weiss ich nicht.
Ich kenn den Hund nicht, kann eh nicht beurteilen, welche Aussichten eine Therapie hätte, würde dem Hund auch sicher eine Chance geben wollen! Nur: Die "Therapie" müsste jemand anderes machen, ein neuer Besitzer... Und wo find ich den, in zwei drei Wochen...
Poison
Generell bin ich der Meinung, das man auch mit so einem Hund zusammenleben kann und ihn so halten kann, das nichts passiert.
Ich kenne so einen Hund aus der Nachbarschaft - hochaggressiv anderen gegenüber und die würde nicht erst gucken, die würde gleich zum töten übergehen.
Die wird so gehalten, das für niemanden eine Gefahr besteht.
Und der Hund hat trotzdem kein schlechtes, unwürdiges Leben.
Aber... dazu sind eben die richtigen Leute notwendig... und die lassen sich schwer ranzaubern
Ausm Ärmel schütteln kann ich da leider auch niemanden.
Helene
| Zitat: |
Original von Jani
Würdet ihr in einem solchen Fall über eine Einschläferung nachdenken? |
Ja. Mehr als nur nachdenken.
Ricci
Für mich ist der Hund eine tickende Zeitbombe.
Eines fällt wieder auf: wäre es kein Schäferhund sondern ein sogenannter Kampfhund wäre "das Problem" mit Sicherheit bereits von dritter Seite gelöst worden... aber so....
wauzi0816
| Zitat: |
Original von Ricci
Für mich ist der Hund eine tickende Zeitbombe.
Eines fällt wieder auf: wäre es kein Schäferhund sondern ein sogenannter Kampfhund wäre "das Problem" mit Sicherheit bereits von dritter Seite gelöst worden... aber so.... |
Das ist auch das, was ich dachte.
Aber wenn dies in der Schweiz passiert ist, weiss ich nicht wie da die Sache aussieht.
Meine ganz persönliche Meinung: Wenn die Frau nicht Willens ist, den Hund so zu halten, dass er keine Gefahr für andere darstellt, gehört er da auf keinen Fall mehr hin. Wenn ich Nachbar wäre, ich würde einen Aufstand machen. Es kann ja anscheinend jederzeit passieren.
Tja und wohin mit solch einem Hund. Tierheim wäre für mich keine Lösung, da käme er nie wieder raus. Und sonstwie vermitteln... Wer nimmt solch einen Hund? Und wem kann man ihn geben, wo man sicher sein kann, das er dort sicher gehalten wird?
Demnach, so hart es klingen mag, aber wenn sich nicht kurzfristig jemand findet, käme für mich nur die Spritze in Frage. Ich finde das Risiko, dass dadurch andere zu schaden kämen zu hoch.
Wahrscheinlich werde ich dafür nun gesteinigt, aber mir fallen da einfach keine wirklichen Alternativen ein, da mein Sicherheitsdenken für andere Hunde und auch Menschen recht hoch ist. Ich möchte nicht der Hundebesitzer sein, dessen Hund als nächstes getötet wird, weil die Besitzer unfähig sind, den Hund zu halten.
Gruß
Daniela
haselmaus
Also der Hund gehört ja weder dir, noch der Pflegestelle sondern der "unfähigen" Besitzerin? oder hab ich das falsch verstanden? Wenn nicht brauch ma über Einschläferung doch gar net philosophieren, weil nur sie den Hund einschläfern lassen kann, ist ja schließlich ihr Eigentum oder eben eine Behörde ordnet das an.
Was sagt sie denn dazu? Sie muss doch über die Zukunft des Hundes entscheiden.
Ich steh einem einschläfern eben skeptisch gegenüber, weil es einfach kein unlösbares Problem ist. Türen zuzumachen und nen Maulkorb auf den Hund.
Wenn ich net schon son Exemplar zu Haus hätte, ich würd den Hund echt nehmen. Dat arme unverstandene Vieh.... tut einem echt in der Seele weh.
Ach.... was ist denn mit der Pflegestelle? Hat die auch solche probleme mit dem Hund?
SheltieSanne
| Zitat: |
Original von haselmaus
. Dat arme unverstandene Vieh.... tut einem echt in der Seele weh.
? |
'tschuldigung, aber das arme Tier hat ein anderes, wirklich! armes Tier zu Tode gebracht, und ein weiteres schwer verletzt. Und würde bei einem dritten nicht zögern.
Wenn ich mir vorstelle, so einen Hund in der Nachbarschaft zuhaben wird mir schlecht. Wer hat schon einen Hochsicherheitstrakt zuhause um zu gewährleisten dass nichts mehr passiert? In diesem Falle wohl keiner.
- ich denke Jani hat die Antwort schon selbst gegeben.
Lufie
wieso Hochsicherheitstrakt ? kann ja wohl nicht so schwer sein seinen hund so unterzubringen dass er nicht ausbüxen kann.....meine gehn jedenfalls nie alleine spazieren.
| Zitat: |
| tschuldigung, aber das arme Tier hat ein anderes, wirklich! armes Tier zu Tode gebracht, und ein weiteres schwer verletzt. Und würde bei einem dritten nicht zögern. |
jo James hat auch schon Tiere auf dem Gewissen....zwar keine Hunde, aber ich sollte ihn besser trotzdem schnell umbringen deswegen.
*kopfschüttel*
Ich leb seit 9 Jahren ganz wunderbar mit einem "gefährlichen" Hund...man kann doch alles managen, meine Güte....
SheltieSanne
Jo, gut, schicken wir das arme Tier zu James

*sorry*
Wo soll denn da eine Lösung sein, wenn die Halterin nicht in der Lage ist den Hund zu kontrollieren.
Und ich sehe schon einen Unterschied darin, ob ein Hund nun Mäuse tötet oder einen Artgenossen.
Barbara + Sammy
Türlich kann man das managen - wenn man sein Hirn und Handeln im Griff hat.
Bei der Besitzerin sieht es mir aber eher so aus, als wenn sie weder das eine noch das andere beherrschen würde.
Ich denke, das Wohl und Wehe der Hündin ist davon abhängig, ob und wie schnell nen neuer - verantwortlicher - Platz für sie gefunden werden kann.
Ansonsten dürfte sich das Verhaltensproblem vermutlich relativ schnell durch die schweizer Behörden als erledigt erklären lassen. Noch ein Vorfall dieser Art - und das war es!
Schade um die Hündin - vermutlich ne wirkliche Erleichterung für die Nachbarn.
Lufie
na dass der Hund bei der Halterin nicht bleiben kann is ja klar irgendwie....
Ich kanns nur nich nachvollziehn dass man darüber nachdenkt den hund zu töten.
Hier wohnt ein Jäger der Wild tötet...wenn man ihn lässt...und einer der Löcher in andere Hunde macht...wenn man ihn lässt.....ich lass sie einfach beide nicht, fertig.
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| Und ich sehe schon einen Unterschied darin, ob ein Hund nun Mäuse tötet oder einen Artgenossen. |
Warum ? beides is aus menschlicher Sicht unerwünschtes Verhalten.....und beides kann man verhindern.
Ganda
Wer entscheidet denn nun eigentlich letztendlich, was mit dem Hund passiert?
Jani
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Original von Ganda
Wer entscheidet denn nun eigentlich letztendlich, was mit dem Hund passiert? |
Ich glaub, das weiss (noch) keiner...
Ich jedenfalls nicht. Darüber bin ich auch froh. Feige, ist aber so.

Ich wurde nur gefragt, ob ich bei der Vermittlung helfen kann.
Wie gesagt, in einer idealen Welt gäbe es jemanden, der einen solchen Hund so halten kann, dass er niemanden verletzt und dennoch ein schönes Leben führen kann...
Nur leben wir nicht in einer solchen. Und nach 1001nem Versuch, für ein freundliches, nettes, ungefährliches Hundchen aus "meinem" Tierheim ein Plätzchen zu finden, damit es nicht eingeschläfert wird (nur weil das TH voll ist, nicht weil der Hund nicht zu "managen" wäre!), weiss ich nicht mehr so recht, was ich denken soll...
Die Frage hier im Forum hatte auch nicht den Zweck, zu einer Entscheidung zu führen... Ich überleg nur grad einfach, was ich davon halten soll und frage mich, ob ich einfach verroht bin oder mir einer die rosarote Brille geklaut hat.