Ganda
Ich seh das auch ziemlich zwiegespalten und komm da zu keinem Schluss. Was soll da besser sein? Einen "bösen" Hund sicher zu töten oder vielleicht das Leben eines "guten" Hundes zu riskieren? (das "gut und böse" ist leicht ironisch zu verstehen)
Führt bei mir irgendwie zu keinem Ergebnis und manchmal kann mans ja auch dabei belassen, besonders wenn man gar nicht die Person ist, die entscheiden muss ...
Versuchen, bei der Vermittlung zu helfen könnte man evtl. trotzdem.
ClaudiaS
Ich versteh das irgendwie nicht... die letzten Jahre wurde nur versucht die Hündin sicher zu verwahren und sie ist seit längerem in "Behandlung" bei einer kompetenten Trainerin... das zusammen klingt für mich nach einem ziemlich langem Zeitraum aber nicht nach einem erst ca. 3-jährigen Hund. War die Hündin denn von Welpe an schon so schräg davor?
Und wieso weiß keiner wer außer der Bestzerin in 2 Wochen die Entscheidung über das "oder..." treffen wird, wenn es nur die 2 Möglichkeiten "anderer Platz gefunden" / "oder..." gibt?
Wie schaut es denn mit Aufnahme in ein TH aus, wenigstens um Zeit zu schinden um sich ein Bild von der Hündin, bzw. dem was für sie tatsächlich noch drin ist, machen zu können? Haben alle abgelehnt?
haselmaus
Tut mir leid Sanne, aber der Hund kommt ja nun nicht auf die Welt um seine ach so lieben Artgenossen zu töten, das is absoluter Blödsinn.
(ich geh jetzt mal nicht darauf ein wie unbedarft andere Hundehalter durch die Weltgeschichte rennen und ihre Hunde zu allem und jedem lassen, ohne zu realsieren das es wirkliche Hunde gibt die einen Kontakt nicht wünschen)
Klar ist es tragisch, das ein anderer Hund zu Tode kam, dafür kann aber nur der Halter etwas und der gehört gefälligst bestraft!! nicht der Hund.
Ich frag mich echt wie unfähig man sein kann den Hund nicht ordentlich zu verwahren.
Wäre ein Th Platz mit einem Trainer der mit dem Hund arbeitet nicht möglich?
SteffiL
| Zitat: |
Original von haselmaus
Klar ist es tragisch, das ein anderer Hund zu Tode kam, |
Tragisch ist ja wohl für das, was der Nachbar durchmacht, ein etwas lapidarer Ausdruck.
Jani
| Zitat: |
Original von ClaudiaS
Ich versteh das irgendwie nicht... die letzten Jahre wurde nur versucht die Hündin sicher zu verwahren und sie ist seit längerem in "Behandlung" bei einer kompetenten Trainerin... das zusammen klingt für mich nach einem ziemlich langem Zeitraum aber nicht nach einem erst ca. 3-jährigen Hund. War die Hündin denn von Welpe an schon so schräg davor?
Und wieso weiß keiner wer außer der Bestzerin in 2 Wochen die Entscheidung über das "oder..." treffen wird, wenn es nur die 2 Möglichkeiten "anderer Platz gefunden" / "oder..." gibt?
Wie schaut es denn mit Aufnahme in ein TH aus, wenigstens um Zeit zu schinden um sich ein Bild von der Hündin, bzw. dem was für sie tatsächlich noch drin ist, machen zu können? Haben alle abgelehnt? |
Die Hündin kam, soweit ich weiss, als Einjährige zu ihrer jetztigen Besitzerin und hatte da schon Probleme. Die Besitzerin hat dann wohl auch nichts ausgelassen, um diese zu verschlimmern. So, wie ich es verstanden habe, arbeitet sie zwar schon länger mit der Trainerin, hält sich aber nicht an die Abmachungen und kann einfach nichts sinnvoll umsetzen. Daher ist die Trainerin auch dafür, dass der Hund einen neuen Platz bekommt.
Die Pflegestelle kann den Hund nur bis Ende Monat behalten. Gründe kenn ich nicht.
Tierheim: Da würden die meisten ablehnen bzw. einschläfern.
Mist, alles. Ich fahr jetzt mal ein paar Tage weg. Vielleicht ergibt sich in der Zwischenzeit was.
Christina
Wer in der Lage ist einen solchen Hund zu nehmen, braucht in der Regel eine menge Hundeerfahrung und hat meist schon einen Hund, fällt damit also raus.
Wer naiv genug ist, einen solchen Hund mit der Motivation "etwas Gutes zu tun", dem sollte man so einen Hund nicht geben.
Wer sich einen solchen Hund nimmt und genau weiss was er tut, hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine massive Tendenz zu selbstquälerischem Verhalten und sollte überlegen, warum er dazu neigst sich mit den Problemen anderer Leute zu belasten und deren Leid auf sich zu nehmen. In dem Fall wäre der Gang zu einem Therapeuten vielleicht sinnvoller als in ein Tierheim.
Was auch immer man an Verwahrungsmöglichkeiten findet, sollte man nicht vergessen, dass es manchmal auch einfach dumm läuft und es immer wieder zu Vorfällen kommen kann. Und dann haben meiner Meinung nach auch die Leute, die den Hund vermittelt haben und ihn abgegeben haben ein Stück Verantwortung mitzutragen. Ich persönlich würde die nicht auf mich nehmen wollen und so einen Hund einschläfern.
haselmaus
| Zitat: |
Original von Christina
Wer sich einen solchen Hund nimmt und genau weiss was er tut, hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine massive Tendenz zu selbstquälerischem Verhalten und sollte überlegen, warum er dazu neigst sich mit den Problemen anderer Leute zu belasten und deren Leid auf sich zu nehmen. In dem Fall wäre der Gang zu einem Therapeuten vielleicht sinnvoller als in ein Tierheim.
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Also gehört jeder Polizist, jeder Feuerwehrmann und jeder Sanitäter in Therapie? Sowie jeder der im Tierschutz abeitet, ein Th leitet oder einfach bei der Opferhilfe arbeitet? Weil sich die ja alle mit den Problemen anderer Leute belasten und das auch noch freiwillig.
Nette Einstellung zum Leben!!
Christina
Du darfst gerne eine andere Einstellung zum Leben haben.
SteffiL
... sprach sie zu der Frau mit dem ehemals bissigen Border, kurz vor der Einschläferung gerettet, und den über 10 Jahren Rettungshundetätigkeit. *gg*
Ein Hund, den man nur an alleinstehende Frauen ohne Kinder und andere Tiere vermitteln kann in einen Hochsicherheitstrakt, bei dem eine Therapie immer auch Gefahr für andere Lebewesen darstellt... der dabei in die dann wohl vierte Hand geht - was soll das? Alle Macht den Hunden?
Christina
| Zitat: |
Original von SteffiL
... sprach sie zu der Frau mit dem ehemals bissigen Border, kurz vor der Einschläferung gerettet, und den über 10 Jahren Rettungshundetätigkeit. *gg*
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Aber meine Therapeutin meinte, das sei schon ok...
haselmaus
| Zitat: |
Original von Christina
Du darfst gerne eine andere Einstellung zum Leben haben. |
Ok
Ricci
Woher weiss man eigentlich dass die Besitzerin so unfähig ist?
Es kennt sie hier doch keiner.
Vielleicht hat sie wirklich ihr Bestes versucht "etwas aus dem Hund zu machen" aber der Hund ist wirklich nicht zu erziehen - wer weiss was einst war... (die ach so böse Kindheit die immer zur Entschuldigung für Straffälligkeit herhalten muss kann man auch bei Hunden anwenden

)
Aber wie auch immer: er IST gefährlich, er HAT getötet und er wird es wohl wieder tun/versuchen.
Nebenbei: ich als Nachbar hätte mich gegen diesen Hund gewappnet und Vorbereitungen getroffen nachdem er meinen Hund bereits angefallen hatte (das war doch der gleiche Hund der dann getötet wurde oder habe ich was falsch verstanden). Dann wäre die erneute Beiss/Schüttelattacke gegen meinen Vierbeiner anders ausgegangen
Ganda
*lol* ... sorry, wird schonwieder so komisch hier
haselmaus
ist wenigstens mal was los
SheltieSanne
Jo.
Hasel, ich denke, ob der Hund nun "böse" auf die Welt kam oder nicht...letztlich zählt doch was unter´m Strich steht, und das ist in diesem Fall sehr negativ. Vielleicht sehe ich es als Halterin kleiner Hunde auch bissl anders als Lufie mit ihren "wehrhaften" Vierbeinern, meine wären für einen aggressiven Hund ideale Opfer.
Große Bedenken hätte ich bei der Entscheidung pro Hund für Menschen - nicht dass der aggressive Hund sich gegen Menschen richtet, aber dass jemand versucht seinen Hund zu verteidigen und dabei zu Schaden kommt
Ich sehe einen Unterschied ob ein Hund eine Maus (Beutetier) tötet und damit seinem Instinkt folgt oder ob er einen Artgenossen tötet - was so wie´s hier geschildert wird garantiert KEIN normales Verhalten ist und was absolut nicht tragbar ist.
Jani, ich kann Deine Gedanken gut verstehen. Müßte ich wählen, den aggressiven oder einen "lieben" Hund einzuschläfern, müßte ich nicht nachdenken. Letztlich hat man bei solchen Tieren nicht nur die Verantwortung für dieses eine Tier (Leben/Tod) sondern man übernimmt auch die Verantwortung für andere, außenstehende Hunde. Mit wäre das zuviel.
Mrs SpoC
Ich bin sicher nicht dafür, einen Hund leichtfertig einzuschläfern - aber bei diesem Hund, so wie hier beschrieben, tendiere ich auch eher dazu.
So leid mir dieser Hund tut, aber sie ist eine Gefahr für andere Hunde, oder generall andere Tier und auch für Menschen.
Und das steht dann einfach nicht mehr dafür.
Lithium
| Zitat: |
Original von Ricci
Woher weiss man eigentlich dass die Besitzerin so unfähig ist?
Es kennt sie hier doch keiner. |
Da müssen wir uns wohl auf Janis Aussagen verlassen.
Ich kenne den Hund nicht, deshalb erlaube ich mir keinen Kommentar bzgl. der Lebensberechtigung...
Grundsätzlich würde ich mal mit privaten Tierschutzvereinen, die sich speziell um DSH bemühen, sprechen, falls nicht schon geschehen.
Und unter Umständen würde ich auch in Erwägung ziehen, so einen Hund als Wachhund-Attrappe für irgendein Gelände (Schwimmbad oder was weiß ich) zu vermitteln. Es ist ja nicht unmöglich, mit dem Hund ansonsten gesichert spazieren zu gehen (das steht ja auch gesetzlich jedem "Wachhund" zu). Vielleicht funktioniert das sogar besser, wenn die Bezugsperson den Hund eben nicht 24h um sich hat, weil man dann vielleicht eher dazu neigen würde, den Hund mit der Zeit zu unterschätzen.
Die meisten "Wachhunde" sind ja nicht in irgendeiner Weise ausgebildet, sondern schrecken einfach durch Rasse / Aussehen / Präsenz ab. (will sagen: ich rate natürlich nicht dazu, mit diesem (oder irgendeinem anderen) Hund eine Schutzausbildung zu machen)
Das wäre für mich ein erträglicher Kompromiss.
Barbara + Sammy
Ich weiß eines - selbst ich hätte nicht den Hauch einer Chance, die Hündin sicher zu verwahren (es sei denn in nem Zwinger - haha!!!).
Mir geht es hier doch ungefähr ähnlich, wie der Besitzerin: Ich stopfe Hund hinten ins Haus rein - und vorne läßt ihn sofort jemand wieder raus!!! Hab ich dieses WE mehrfach gehabt (und schäume immer noch). Gegen menschliche Blödheit ist nunmal kein Kraut gewachsen!
Aber meines Erachtens ist ein Leben mit Mauli immer noch besser als kein Leben!
Das Prob ist nur: Die TH sind voll von Hunden, die auch ohne Mauli durchs Leben gehen können - warum also sollte jemand einen Hund, der bereits getötet hat, einem Hund vorziehen, der ein absolut friedfertiger Geselle ist? See my point?
Und? Ehrlich gesagt? Wenn das jemand täte - den würde ich mir aber eher dreimal genau angucken! Nicht daß die arme Hündin vom Regen in die Traufe kommt
Jani
| Zitat: |
Original von Christina
Wer in der Lage ist einen solchen Hund zu nehmen, braucht in der Regel eine menge Hundeerfahrung und hat meist schon einen Hund, fällt damit also raus.
Wer naiv genug ist, einen solchen Hund mit der Motivation "etwas Gutes zu tun", dem sollte man so einen Hund nicht geben.
Wer sich einen solchen Hund nimmt und genau weiss was er tut, hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine massive Tendenz zu selbstquälerischem Verhalten und sollte überlegen, warum er dazu neigst sich mit den Problemen anderer Leute zu belasten und deren Leid auf sich zu nehmen. In dem Fall wäre der Gang zu einem Therapeuten vielleicht sinnvoller als in ein Tierheim.
Was auch immer man an Verwahrungsmöglichkeiten findet, sollte man nicht vergessen, dass es manchmal auch einfach dumm läuft und es immer wieder zu Vorfällen kommen kann. Und dann haben meiner Meinung nach auch die Leute, die den Hund vermittelt haben und ihn abgegeben haben ein Stück Verantwortung mitzutragen. |
Das trifft den Nagel ziemlich ganz genau auf den Kopf.
Jani
| Zitat: |
Original von Ricci
Woher weiss man eigentlich dass die Besitzerin so unfähig ist?
Es kennt sie hier doch keiner.
Vielleicht hat sie wirklich ihr Bestes versucht "etwas aus dem Hund zu machen" aber der Hund ist wirklich nicht zu erziehen - wer weiss was einst war... (die ach so böse Kindheit die immer zur Entschuldigung für Straffälligkeit herhalten muss kann man auch bei Hunden anwenden
)
Aber wie auch immer: er IST gefährlich, er HAT getötet und er wird es wohl wieder tun/versuchen.
Nebenbei: ich als Nachbar hätte mich gegen diesen Hund gewappnet und Vorbereitungen getroffen nachdem er meinen Hund bereits angefallen hatte (das war doch der gleiche Hund der dann getötet wurde oder habe ich was falsch verstanden). Dann wäre die erneute Beiss/Schüttelattacke gegen meinen Vierbeiner anders ausgegangen
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Doch, ich kenn sie.
Nein, das zweite Mal wars der Nachbars-Hund, das erste Mal ein anderer.