Barbara + Sammy
Grisselchen - eines unserer Hengsfohlen - jetzt so knapp 2 Monate alt - weigert sich standhaft, seine Weide zu verlassen... sämtliche Versuche, ihn und seine Mum auf die obere Weide zu verfrachten sind bislang kläglich gescheitert. Er bleibt schlicht auf der Weide stehen und schreit sich die Seele aus dem Leib. Bitchie (die Mum) braucht dringend besseres Gras, um mehr Milch für den kleinen Mann zu produzieren - die obere Weide wäre das Paradies für sie!
Hat irgendjemand von Euch Tips und Tricks (nicht zuuu rabiat bitte), die wir probieren könnten?
Er ist relativ scheu (obwohl er mir mit Freunden aus der Hand frißt und sich auch die Nase kraulen läßt), läßt niemanden nah genug ran, um ein Babyhalfter umzulegen, ist wieselflink, blitzschnell und hat ne gehörige Sprungkraft...
Sandra/Nero
Geht er denn garnicht mit wenn die ganze Herde weg geht??
Ist er denn sonst munter oder gibt es auffälligkeiten?
Kann er richtig sehen?Ist vllt ne dumme Frage,aber ich habe ja auch eine blinde Stute, in ihrem "heimischen Koppeln" kommt sie bestens aus und man merkt nix....bei fremden Koppeln/Wegen zögert sie anfangs auch und bleibt des öffteren stehen.
Wenn man soetwas ausschliessen kann, würde ich erstmal Vertrauensaufbau/Haltertraining mit dem kleinen Mann machen, damit er einem Vertraut und man ihn besser handeln kann.
Jani
Also normalerweise bleibt kein Fohlen lieber auf seiner alten Weide als bei seiner Mama!
Würde auch Vertrauen und Halfterführigkeit trainieren und den Kleinen gut beobachten! Wie alt ist er denn jetzt?
Und rabiat geht eh gar nicht!
Barbara + Sammy
Sandra, der Rest der Herde - die derzeit allerdings nur aus seinem Freund Socks und dessen Mutter Spottie besteht - ist bereits umgezogen.
Wenn wir Bitchie wegführen, brüllt er sich nur die Seele aus dem Leib... kommt aber selbst nach über ner Stunde noch nicht nachgelaufen sondern bleibt genau an der Grenze der Weide stehen - sprintet mal wieder ne Runde über die Weide und das ganze von vorne....
Das Grisselchen (knappe 8 Wochen alt) scheint mir pumperlgesund zu sein. Er sieht, hört und riecht meines Erachtens verdammt gut (erkennt nen Croissant in meiner Hand auf 50 m

) und hat übrigens die wunderschönsten blauen Augen ever!
Jut, also Vertrauensaufbau - soifz - dürfte dann wohl mein Job werden, weil er eh, wenn überhaupt, zu mir kommt... Und wie mache ich das? Und womit? Und wie und wann kann ich versuchen, ihm das Halfter überzustreifen? Und wie halte ich die olle Bitch davon ab, ihrem Sohn meine Vertrauensaufbauleckerlie wegzuschnappen?
Katrin, rabiat würde sein Besitzer vorgehen... obwohl der mittlerweile geschnallt hat, daß DAS auf meiner Wiese nicht funzt! Deswegen muß ich ja jetzt auch ran....
Heinrich
1. Fohlen und Mutter trennen
2. Babyhalfter in die rechte Armbeuge nehmen und "Leckerli" in die selbe Hand
3. Auf der Weide (mit dem Fohlen ALLEIN !) das Tier von sich forttreiben und dem Tier den Rücken zukehren
4. Wenn das Fohlen sich nähert, NICHT DAS TIER ANSCHAUEN
5. Hand mit Leckerli (und Halfter in der Armbeuge zur Stirn des Fohlen und kraulen
NICHT ANSCHAUEN
6. Rücken zum Tier und fortgehen
Schritte wiederholen
mfg
Heinrich
PS Du kannst Andrea Kutsch kontaktieren -->
http://www.andreakutsch.de
Lithium
Mein ganz heißer Tipp: Bitte nicht diese Monty Roberts Kacke ausprobieren.
Echt.. abgesehn davon, dass ich es für blöd halte, kann sowas kein ungeübter Mensch einfach mal so machen.
Barbara, clicker doch einfach mal ein bisschen mit dem Bub.
Z.B. mit der Nase einen Targetstick (nimmste ne Fliegenklatsche oder nen ausziehbaren Zeigestock oder sowas) berühren. Macht er das im Stand, kannst du ein bisschen Bewegung in die Sache bringen..
Außerdem würde ich die Länge der Touches clickern. Also dass er nicht nur kurz stupst, sondern länger berührt (also auch ruhig steht).
Dass er kein Fohlenhalfter kennt, ist ein blödes Versäumnis. Da musst du jetzt echt einfach erstmal spielerisch Vertrauen aufbauen (siehe oben - durch spielerisches clickern, durch Erfolgserlebnisse) und gucken, dass er sich von dir streicheln lässt.
Jani
Clickern find ich gut!

Fohlen spielen gern und neugierig sind sie auch. Achte auf deine Körperhaltung, stell dich nicht grad frontal vor ihn, beweg dich ruhig und mach alles schön langsam, lass euch Zeit. Beim Clicker würd ich drauf achten, dass du nen leisen nimmst oder ihn dämpfst, damit ihn das Geräusch nicht erschreckt.
Mit dem Halfter würd ich anfangen, wenn er clickern und dich schon ein bisschen kennt. Brauchst keine Pferde-Kennerin zu sein, lade ihn einfach zu nem spannenden Spiel mit dir ein.
Zu Monty Roberts und co... Die gelten ja in der "Reitszene" als Wattebäuschchenschmeisser...

.. Ich finde, die Arbeit im Round Pen (dieser runde Reitplatz, den die Western-Leute oft benutzen) hat seeeehr viel mit Druck und Stress zu tun! Da machen Leute Sachen mit Pferden, die würden sie mit ihrem Hund nienicht tun...
Lithium
| Zitat: |
Original von Jani
Zu Monty Roberts und co... Die gelten ja in der "Reitszene" als Wattebäuschchenschmeisser...
.. Ich finde, die Arbeit im Round Pen (dieser runde Reitplatz, den die Western-Leute oft benutzen) hat seeeehr viel mit Druck und Stress zu tun! Da machen Leute Sachen mit Pferden, die würden sie mit ihrem Hund nienicht tun... |
Na, ich glaub, das würden die schon
Aber ich stimme dir ansonsten zu.. ist schon etwas schizophren, sein Ferd im Kreis zu hetzen und sich dann als Chef zu fühlen, weil es irgendwann nich mehr kann.
Nochmal zum Clickern:
Dat is ja nun keine Spinnerei von mir persönlich. Einige Leute machen das sehr erfolgreich mit ihren Fohlen und berichten, dass diese viel selbstsicherer im Umgang sind als andere, die parallel nach herkömmlichen Methoden aufgezogen werden.
MoniBonny
Zum Vertrauensaufbau würde ich mich persönlich mit einen guten Buch einfach zum Fohlen und dessen Mama mit in die Wiese setzen und ganz nebenbei
hab ich das Halfter mit

...ich wette früher oder später kommen die ganz neugierig an und schnuppern an dir und du zeigst den Fohlen das Halfter zum
anschnuppern und tust es wieder weg...Ich würde die Stute aufjedenfall mit dabei lassen damit sich das Fohlen sicherer fühlt und gleichzeitig vertrauen zu dir und deinem "bösen Halfter aufbaut

Wenn Du es anfangen kannst zu streicheln ohne das es abdüst baust du einfach das Halfter mit ein...ich würde das Halfter dann nur
über die Nase ziehen und nicht über die Ohren streifen ,sondern das Kopfstück offen lassen und dann erst schließen.
Gruß Monika
schroedi
Hä?
Ich dachte der Herr Roberts wär so ein ganz doller?
Übrigens ist die Dame da bei dem Link nur ein paar Autominuten von mir entfernt.
Grüße Gaby
Jani
Sagichja... der hat nen gaaaanz tollen Ruf als Pferdeflüsterer... und ich kenn tatsächlich Leute, die haben "Calming Signals" für ihre Hunde verinnerlicht und leben nach dem Buch "Stress bei Hunden", hetzen aber ihr Pferd im Kreis rum....

Sind dann auch die, die ihrem Pferd permanent "Dominanz" beweisen müssen. Bei ihren Hunden sind sie über die Sache weg, aber bei den Pferden hält sich das irgendwie länger. (Zumindest erleb ich das hier so...) Alleine die Gerte: guckt doch mal, wie oft ein Pferd damit geprügelt wird... ich glaube schon, dass es mittlerweile gesellschaftlich weniger geduldet würde, wenn man das mit nem Hund macht... aber ich komm vom Thema ab:
Jepp, lass die Mama mal mit dabei, er soll dich ja nicht grad kennenlernen, wenn er eh schon aufgeregt ist und alles unheimlich findet.
Jani
Nochwas: *mirsnichtverkneiffenkann*
Roberts ist dafür berühmt, komplett verkorkste Pferde in so 20 Minuten zu therapieren.

.. und wenns 20 Stunden sind: Was so schnell geht, macht mich ääääuuusserst skeptisch!
Sicher, verglichen mit der Fessel-Knebel-Verprügel-Methode aus der Zeit von Roberts Vater (was jetzt nicht heissen soll, dass es das nicht mehr gibt!!!), ist es eine sanftere Methode... aber das heisst für mich nicht grad wirklich viel...
Sandra/Nero
| Zitat: |
Original von Jani
Nochwas: *mirsnichtverkneiffenkann*
Roberts ist dafür berühmt, komplett verkorkste Pferde in so 20 Minuten zu therapieren.
.. und wenns 20 Stunden sind: Was so schnell geht, macht mich ääääuuusserst skeptisch!
Sicher, verglichen mit der Fessel-Knebel-Verprügel-Methode aus der Zeit von Roberts Vater (was jetzt nicht heissen soll, dass es das nicht mehr gibt!!!), ist es eine sanftere Methode... aber das heisst für mich nicht grad wirklich viel... |
und zu komplizierte werden weggeschickt

So wie auch das Pferd von Bekannten
Ich würd das auch langsam und mit Buch, Clicker oder so machen....wegscheuchen würd ich da auch nix...
Drück dir die Daumen
Barbara + Sammy
Jetzt muß ich Euch was beichten..... ich hab etwas mehr als gehörigen Respekt vor dieser Stute (sie heißt nicht umsonst Bitch....) Das, gepaart mir absolut NULL Pferdeerfahrung, macht die Sache nicht grad einfacher für mich. Und dann hat sie auch noch die absolut unangenehme Eigenschaft, sich permanent ziemlich ruppig dazwischenzudrängen, wenn man ihr Sohni auch mal mit nem Leckerchen verwöhnen will (sie hat ihn sogar schon weggeschnappt... feine Mutter sowas!)
Ich versuche es derzeit mehrmals am Tag folgendermaßen: Einer lenkt die Olle mit Möhren ab und ich fütter den Kleinen mit nem Futter, das er sehr zu mögen scheint. Meine Hoffnung ist, daß er mir irgendwann über Zeit einfach hinterherhoppelt, wenn ich mit dem Futter komme und ich ihn so auf die andere Weide locken kann...
Herrjeeee, Landleben ist echt aufregend....
Sandra/Nero
Hört sich aber doch gut an
Meine wissen auch wos ihr Futter gibt und ich denke schon das er nach einiger Zeit den Eimer mit lecker Essen verknüpft und du vllt Glück haben könntest.
Kann man die Stute nicht, wenn du mit dem kleinen übst wo anbinden??
Jani
Musstu nicht beichten... Pferde können seeehr beeindruckend sein! Und selbst ohne jegliche Absicht brechen sie einem locker mal schnell den grossen Zeh..(Ich habe immer geschworen, WENN mir auf meinem Hottie mal was passiert, DANN NUR, weil sie umfällt (sone Liebe isse nämlich!

)... und prompt landet sie auf meinem Zeh...)
Würd die Mama auch anbinden, wenn sie das kennt und dabei keinen Koller kriegt. Dann bist du nämlich ruhiger und entspannter und das überträgt sich auch auf den Knirps...
Ich finde, Pferde sind absolute Stimmungsbarometer und gefühlsmässig fühl ich mich von denen sowas von durchschaut. Unser Tinker schubbst auch gern Leute durch die Gegend, wenn die sich nicht so recht trauen. Aber wenn einer kommt, der keine Angst vor ihm hat, dann isser gaaaaanz brav...
Collie
Huhu!
Sagt mal, nur rein theoretisch (nicht als Tip, sondern als Frage nehmen!)
Wie wäre es denn, wenn man mal mit einem Hund, der genug "Druck" aufbaut, auf die Weide geht?
Muss ja kein ausgebildeter Hund sein. Nur halt einer, der drücken kann, und sich ruhig verhält. An die Leine, und dann "rüberdrücken"?
Oder ist das zu gefährlich (für den Hund)?
*grübel*
ich drücke Dir, Barbara, jedenfalls ziemlich feste die Daumen, dass Du dei kleinen Eselchen auf die andere Weide verbringen kannst.
Jani
drücken??

... Wie meinst du das, körperlich oder fixierend a la Border?
Nee, lieber nicht!! Ist Mama mit dabei, muss der Hund das nicht überleben... Ist sies nicht, weisst du auch weder, wie der Hund auf den Knirps reagiert, noch, was der Knirps tut. Pferde können auch ganz kopflos in Zäune rennen, wenn sie sich erschrecken. Und er soll ja Vertrauen in seine Umgebung aufbauen und nicht das "Monster Hund" als was ganz Grässliches kennenlernen. Viel zu gefährlich!
Sandra/Nero
| Zitat: |
Original von Jani
drücken??
... Wie meinst du das, körperlich oder fixierend a la Border?
Nee, lieber nicht!! Ist Mama mit dabei, muss der Hund das nicht überleben... Ist sies nicht, weisst du auch weder, wie der Hund auf den Knirps reagiert, noch, was der Knirps tut. Pferde können auch ganz kopflos in Zäune rennen, wenn sie sich erschrecken. Und er soll ja Vertrauen in seine Umgebung aufbauen und nicht das "Monster Hund" als was ganz Grässliches kennenlernen. Viel zu gefährlich! |
zustimm...ich denke auch das wird man nur mit Zeit und Geduld hinbekommen.
Wenn der kleine einmal Vertrauen hat, wirds ja auch im allgemeinen leichter, denn der nächste Weidenwechsel kommt bestimmt
Collie
okay...
@Jani: ich meinte "Druck" von der Ausstrahlung her... gibt ja Hunde, die können meterweit vom Vieh (Schafe, Rinde, Pferde, etc.) weg arbeiten, und welche, die müss(t)en zwicken, um sie mal bemerkbar zu machen...
ich meinte erstere... deren bloße Anwesenheit überzeugt..
aber ich weiß halt nicht, ob das bei Stute mit Fohlen geht...
aber wie Du schon sagtest, die Mama wird sicherlich unleidlich